Es geht los: Ungarn erhebt Steuer auf ungesunde Lebensmittel

Ungarn: Steuer auf ungesunde Lebensmittel

In Ungarn werden ungesunde Lebensmittel künftig mit einer „Hamburger-Steuer“ belegt. Mit großer Mehrheit verabschiedete das Parlament in Budapest gestern eine Steuererhöhung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Salz-, Koffein- oder Kohlenhydratanteil.

Ab September müssen Verbraucher dann für beispielsweise einen Liter Cola fünf Forint (zwei Euro-Cent) mehr zahlen, 250 Forint (93 Euro-Cent) für einen Liter Energy-Drinks. Auch Kuchen, Kekse und sonstige Süßspeisen sind betroffen.

„Studien haben gezeigt, dass in den vergangenen Jahren es in Ungarn einen Anstieg von Gesundheitsbeschwerden gab, die mit dem übermäßigen Konsum von Fett und Salz zusammenhängen“, sagte Wirtschaftsminister Gyorgy Matolcsy.

Quelle: orf.at

Ganz genau wie ich es vorhergesagt habe. 🙄

Warum lassen wir Deppen in der EU uns diesen Scheissdreck von der Politik eigentlich gefallen?

Sind wir wirklich nur blödes „Stimmvieh“, das bei der Wahl gefälligst sein Kreuz zu machen, und danach zu kuschen hat? 😮

Love, Peace & steigende Verärgerung,

G. 😎

11 Gedanken zu “Es geht los: Ungarn erhebt Steuer auf ungesunde Lebensmittel

  1. Tja, wenn der Verbraucher zu blöd ist diese unsägliche Lebensmittelindustrie zu boykottieren muß der Staat eben ein Gegengewicht schaffen.
    Die Billiglimo mit der Zitronensäure aus Schimmel hergestellt und dem Kilo Zucker landet eben viel einfacher im Einkaufswagen als der Direktsaft ohne zusatzstoffe, da er nur ein drittel kostet.
    Heutzutage sind naturbelassene Lebensmittel eben viel billiger als die Chemiecocktails der Industrie.
    Sicher hätte ich eine Besteuerung von künstlichen Aroma- und Farbstoffen u.ä. für besser gehalten bzw. gleich das Verbot.
    Aber gegen diese Lobby kommt kein Staat an. Da muß es eben durch die Hintertür gehen.
    Siehe Scheitern der Ampel bei Lebensmittel in Brüssel.

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  2. es geht doch nur da drum, steuern zu erhöhen, euphemistisch wird das dann sparprogramm genannt. und man macht es dort, wo man es am einfachsten verargumentieren kann (stichwort volksgesundheit).man hat die moral auf seiner seite. m. e. ist die steuererhebung zum gegensteuern von schlechten temporären trends das ganz falsche mittel. dennoch wird es gern genommen…..

    es schäumt beidenanderenebenauch

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  3. Ich denke nicht, dass „Heutzutage sind naturbelassene Lebensmittel eben viel billiger als die Chemiecocktails der Industrie.“ – eher umgekehrt.

    Und der Verbraucher kauft sich das, was er sich leisten kann.

    Nachdem unsere kollektive Kaufkraft, dank der Bestrebungen unserer Politiker und Wirtschaftsführenden immer weiter unterminiert wird, sehe ich ene Steuer für den Endverbracher lediglich als Abzockerei.

    Ausserdem ebenen solche „Steuern für die VOlksgesundheit“ (siehe Tabasteuer) immer nur den Weg für Verbote.

    Bald werden dann Lebensmittel aus dem eignen Garten verboten, weil sie kein EU-Gütesiegel tragen, und am ende des Liedes sind wir dann nur noch von Gentechnik- und Lebenslmittelkonzernen abhängig und müssen fressen was wir kriegen, nicht mehr was wir WOLLEN.

    Daher halte ich so eine Steuer für den falschen Schritt.

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  4. Ganz ehrlich?
    Ich nicht.

    Diese Steuer bestraft den Konsumenten, der oft zu diesen Lebensmitteln greifen muss, weil er sich den „guten Stoff“ nicht mehr leisten kann.

    Wenn denen wirklich die Volksgesundheit am Herzen läge, würden sie die HERSTELLER in die Pflicht nehmen, und nicht den Endverbraucher strafen.

    So wird uns Schritt für Schritt unsere Freiheit zuerst verteuert, und in ein paar Jahren dann, wenn sich alle dran gewöhnt haben dann auch Schrittweise völlig genommen…:yes:

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  5. Das Problem ist, dass die rohstoffe für die ungesunden Lebensmittel nun einmal viel billiger in der Herstellung und Beschaffung sind. Was wäre eine Alternative? Gesetzlich den Gemüse und Früchte-Preis runteschrauben? – die Bauern verdienen doch jetzt schon zuwenig.
    Mehr Aufklärung in Schulen und so weiter? Funktioniert offensichtlich nicht, denn eine ganze Generation hat nun Kinder, die in den „fetten“ Jahren aufgewachsen ist.
    Werbung verbieten? Wäre noch eine überlegenswerte Alternative, aber das kriegst du nie durch die Lobby.

    Fakt ist halt, dass immer mehr Menschen dick werden, und die Experten warnen jetzt schon, dass Gesundheitssysteme zusammenbrechen in der Zukunft.

    Und mal erhlich: wieviele Kinder kaufen sich schon regelmässig Energydrinks? die folgen dieser auf die Gesundheit wird sich in den nächsten Jahren auch noch zeigen. Generation Energydrinks, ich sehs schon kommen.

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  6. Das Problem ist,m.E., dass die Rohstoffpreise für gesunde Lebensmittel durchaus ok sind, wie sie sind – so lange nicht mit Krampf – z.b. Ostsee-Fische nach Italien gekarrt werden um sie zu verpacken, und dann wieder nach Schweden zum verkauf….8| Das bringt nur den Frächtern Gewinn…

    Wenn man lokalen Herstellern & Bauern vernünftige Möglichkeiten gibt ihre Produkte lokal zu vermarkten wäre uns die Umwelt dankbar, die Bauren selber, und die Konsumenten.

    Aber das hört man in einer Welt die von internationalen Konzernen regiert wird nicht gerne.

    Das Problem ist eben – wie von dir erwähnt „das kriegst du nie durch die Lobby“.

    So lange man vor der Industrie „kuscht“ und stattdessen lieber den Konumenten durch Steuererhöhungen straft, wird sich nix ändern, sondern es wird immer weiter gehen – egal wo sich „die Lobby“ einen Gewinn erhofft, wird der Konsument draufzahlen.

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