Von 100 auf 0

Viele die mich kennen, oder auch nur in den letzten Jahren meinen Blog frequentiert haben, werden sich nun vielleicht die Frage stellen, wie es mir denn mit dem Verlust meiner einzigartigen Sexualpartnerin in hormoneller Hinsicht so geht.

Und da das Thema Sexualität ja anscheinend bei hinterbliebenen Ehe- oder sonstigen Partnern eine Art Tabu zu sein scheint, fühle ich mich natürlich verpflichtet es hier öffentlich anzusprechen.

Insofern bin ich schon noch „ich“ geblieben. 😉

Also: Bedingt durch den Fakt, dass sich meine Sexualleben durch diese ganze Scheisse natürlich innerhalb kürzester Zeit in Luft aufgelöst hat, hatte (und habe)  ich natürlich mit diversen Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen.

Anfangs waren natürlich die psychischen und mentalen Probleme durch ihren Tod wesentlich schlimmer, und dadurch auch dominanter, als der Wegfall (m)einer regelmässigen Befriedigung. Alles andere war einfach wichtiger.

Im Laufe der Monate, als sich die Trauer dann in ein stetiges auf und ab meines Gemütszustandes eingependelt hat, stellte sich dann auch – während der besseren Phasen – wieder eine fallweise, Anfangs noch kaum feststellbare, Erregung ein.

Direkt gesagt: Ich hatte meine erste „normale“ Erektion – also keine blasendruckbedingte Morgenlatte – erst einige Monate nach Mrs.G’s ableben.

Davor war Sex für mich einfach uninteressant und unwichtig, und auch dieses erste Aufflackern meiner Libido war – meines Erachtens – eher dem schönen Wetter, den hohen Temperaturen und meinem dadurch anschwellenden Hormonspiegel geschuldet, als irgendeinem wahren Bedürfnis nach sexueller Nähe.

Und jetzt? Nach gut eineinhalb Jahren der erzwungenen Enthaltsamkeit?

Ja, Sex fehlt mir. Eindeutig. Aber noch nicht genug um mit (Nach)Druck auf die Suche danach zu gehen.

Ich habe klarerweise (wieder) gelernt die Sache selbst in die Hand zu nehmen, um möglichen gesundheitlichen Problemen vorzubeugen. 😀

Und wenn sich bei meinen wochenendlichen Unternehmungen was ergeben sollte, dann werden wir ja sehen, ob es mit einer anderen, „fremden“ Frau überhaupt funktioniert, oder ob mir mein Unterbewusstsein angesichts einer unbekannten Partnerin einen Strich durch die Rechnung macht.

Jedenfalls versuche ich locker zu bleiben.

Auch wenn’s manchmal hart ist.

Love, Peace &  schon irgendwie underfucked,

G.

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3 Gedanken zu “Von 100 auf 0

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