Typenveränderung

„Getriggert“ durch einen anderen Blogeintrag, hab ich mich mal wieder der nabelschauenden Selbstreflexion hingegeben.

Es stimmt schon, dass der Mensch im Kern immer er selbst bleibt, und die meisten Änderungen eher oberflächlich und – durch soziale Interaktion bedingt – oft auch auf ebendiese beschränkt bleiben.

Und bis vor 5 Jahren hätt ich das auch so unterschrieben. Uneingeschränkt.

Seither habe ich allerdings gelernt, dass traumatische Ereignisse auch tiefergreifende Änderungen bewirken können.

Durch den Tod von Mrs.G. hat sich ein grosser Teil von mir einfach schlagartig irgendwie „Aufgelöst“.

Ich war für Monate einfach – als Persönlichkeit – inexistent.

Körperlich anwesend, gesellschaftlich fuktional, aber geistig einfach „weg“.

Einige der (schmutzigeren) Details habe ich ja schon an dieser Stelle aufgearbeitet, aber das ist eben auch nur eine körperlich fokussierte Teilansicht.

Der mentale Teil ist viel komplizierter, und bei weitem noch nicht abgeschlossen.

Es sind Aspekte an mir aufgetaucht, die ich entweder schon lange wieder vergessen hatte, und auch einige, bei denen ich mir sicher bin, dass sie neu sind.

Ich habe in etlichen Belangen tatsächlich – zumindestens subjetiv – einen Typenwechsel vollzogen.

Und das nicht nur was mein Aussehen betrifft.

Der Sprung von 110 auf 85kg ist nur das äusserliche Zeichen für den Wandel.

Der – eben dickliche – und manchmal ein wenig schrullige – „Pater Familias“ hat ausgedient. Mit dem Ende meiner Ehe ist auch das Ende des Familienlebens einhergangen.

Auch wenn mein Verhältnis zu meinen beiden (mittlerweile erwachsenen) Jungtieren ein fantastisch Gutes ist, und ich natürlich immer noch alles für meine Kinder tun würde, ist parallel dazu ein neuer, egoistischer, und härterer G. aufgetaucht.

Ich bin jetzt eindeutig mehr auf mich und mein Wohlergehen fokussiert.

Es zählt erstmal MEIN Vorteil, und MEIN Wohlergehen.

Und auch wenn ich nicht zum totalen Arschloch geworden bin, so bin ich doch ein anderer als ich vor 5 Jahren war.

Weniger geduldig was mein Umfeld angeht.

Härter was das „abwerfen“ von Freundschaften betrifft, die mir nicht gut tun.

Aber auch wesentlich bewusster, was das Leben und den Genuss desselben angeht.

Manchmal braucht man vom Leben einfach einen festen Tritt in die metaphorischen Eier, um sich zu ändern.

Aber es kommt vor.

Änderung ist möglich.

Alles eine Frage der Umstände.

Love, Peace & Wind of Change,

G. 😎

4 Gedanken zu “Typenveränderung

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